Bundeswehrverwaltungszentrum München

Unterbringung BWI GmbH Geb. 2
2016 - 2018, LPH 1 - 3, 5
Bauherr: Staatliches Bauamt München 1
Projektleitung: Andreas Wurmer
Mitarbeit: Thomas Böck, Diana Waitz, Larissa Hoffmann, Manh Triet Le
Bauleitung: LPH 6-9, Michael Arndt, BM.C

Das Gebäude 2 des Bundeswehr­ver­waltungs­zentrums wurde in den 70er Jahren in Stahl­beton-Skelett­bauweise errichtet. Das 4-geschossige Gebäude ist klar gegliedert in Erschließungs­kerne und kreuz­förmig daran an­ge­schlossene Bau­teile mit Büro­nutzung. Die Er­schließungs­kerne be­inhalten Flucht­treppen, Aufzüge, WC-Anlagen, Tee­küchen, Kopier­räume und Technik­räume. Es wurden ca. 800 Arbeits­plätze in den Bau­teilen 4, 5, 6, 7 und 8 neu angeordnet. In den Regel­geschossen 1. OG bis 3. OG der Bau­teile war eine klassische Büro­nutzung mit Tee­küchen und Be­sprechungs­räumen in Einzel­raum­an­ordnung zu be­rück­sichtigen. Im Erd­geschoß Bauteil 5 wurde als Sonder­nutzungs­bereich ein Groß­raum­büro mit Ab­trennung von Be­sprechungs­räumen mittels verglasten System­trenn­wänden und Glas­türen realisiert. Im Erd­geschoß Bau­teil 6 wurde eine Be­sprechungs­raum­zone mit mehreren Be­sprechungs­räumen an­ge­ordnet. Lager- und Technik­räume waren im Unter­geschoß zu sanieren und neu aus­zu­statten.

Da es sich um eine Teil­sanierung des Gesamt­ge­bäudes handelt, erfolgte der Umbau des Gebäudes im laufenden Nutzer­betrieb der an­grenzenden Gebäude­teile 1, 2, und 3. Die Ge­bäude­hülle war voll­ständig zu erhalten. Diese besteht aus einer Band­fassade in Glas-Aluminium-Pfosten­riegel­konstruktion und einer Ver­kleidung aus Aluminium-Metall­paneelen der Stahl­beton­brüstungen. Außen­liegende geschlossene Wand­flächen der Gebäude­kerne sind mit Sicht­ziegeln aus Klinkern verkleidet. In Teil­bereichen ist die Sicht­ziegel­verkleidung an massiven Wänden im Gebäude­inneren fortgeführt.
Das Gebäude wurde im Inneren in den Kernen und Bau­teilen bis auf die Roh­bau­substanz rückgebaut und durch den Einbau von Trocken­bau­wänden neu ge­gliedert. Die bestehende technische Infrastruktur wurde komplett erneuert. Brand­schutz­an­forderungen wurden gemäß Brand­schutz­nachweis durch Stahl-Glas-Rohr­rahmen­türen, Trocken­bau­wände, Trocken­bau­decken, etc. be­rück­sichtigt.

Neue Tee­küchen in den Bau­teilen er­hielten zur Akzentuierung verglaste System-Trenn­wände zum Flur. Zu Be­sprechungs­räumen wurden Stahl­um­fassungs­zargen mit seitlicher Fest­ver­glasung und ge­schlossenen Holz­tür­blättern mit Echt­holz­furnier ver­wendet. Büro­türen wurden mit Stahl-Um­fassungs­zargen und HPL-beschichteten Holz­türen mit Glas­ausschnitt zur Flur­belichtung aus­ge­führt. Trenn­wand­an­schlüsse an die Fassaden­konstruktion und Alu-Fenster­bänke wurden an die neu zu montierenden Elektro-Brüstungs­kanäle an­ge­passt. Ein­speisungen des Elektro-Brüstungs­kanals aus der ab­ge­hängten Decke wurden revisionierbar verlegt. Blend­schutz bzw. Ver­dunkelung wurde als Alu­lamellen-Raffstore bzw. Stoff-Rollo im Fenster­falz ge­führt. Es wurden Trocken­bau­decken mit Akustik­lochung in allen Aufenthalts­bereichen be­rück­sichtigt. In den Fluren wurden zu Revisions­zwecken ab­klappbare und ver­schiebliche Akustik-Metall­kassetten­decken mit Brand­schutz­anforderung vor­ge­sehen.

Unter Be­rück­sichtigung der das Bestands­gebäude charakterisierenden Materialien wie Alu- und Klinker­ver­kleidungen, weißen Wand- und Decken­flächen wurden sämtliche Materialien ein­schließlich der Boden­beläge und Sockel­leisten farblich neu auf­einander ab­ge­stimmt. In den Kernen und Sanitär­bereichen wurden Fliesen aus Fein­steinzeug, in den Fluren und Büro­räumen Nadel­filz-Teppich­boden und in den Tee­küchen Linoleum verlegt.