Grund- und Mittelschule Fernpaßstraße II

Verbindungssteg zwischen Altbau und Pavillon
2015 - 2016, LPH 2 - 9
Bauherr: Landeshauptstadt München
Mitarbeit: Katharina Glomb, Diana Waitz

In der Städtischen Grund- und Mittelschule Fernpaßstraße 41 in München erfolgte als Maßnahme im Bestand der Einbau einer Aussentür mit Steg im Erdgeschoß zur Verbindung Bestandsgebäude Mittelschule und Pavillon über das neu errichtete Spielfeld. Es waren Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen.

Das neu errichtetete Pavillonsgebäude wird über einen neuen offenen Gitteroststeg und eine neue Türöffnung mit der Pausenhalle Bestandsgebäude Mittelschule verbunden. Es kam eine einfache Stahlkonstruktion mit offenen Stahlprofilen zur Ausführung. Das beidseitige vertikale Geländer des Steges besteht aus massiven Rundstäben Ø 20 mm mit aufgesetztem Flachstahlhandlauf 50 / 20 mm und greift damit in der Formensprache die einfachen Stabgeländer des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes auf.

Der Gitterroststeg wurde in Flucht der Innenwände der Pausenhalle in das Freie fortgeführt und bildet dort eine eigene fast quadratische Plattform. An dieser Plattform beginnt der eigentliche Steg, welcher mit dem anderen Ende seitlich am neuen Allwetterplatz andockt. Dort wurde als Knotenpunkt eine kleine Aufenthaltsfläche mit Sitzbänken zum Spielfeld orientiert errichtet. Um den vorhanden Höhenversprung zwischen Allwetterplatz und Pausenhalle Bestandsgebäude auszugleichen, wurde der Steg als behindertengerechte Rampe ausgebildet. Der lichte Abstand zur Geländeoberkante beträgt max. ca. 1,30 m. Stahlteile wurden generell feuerverzinkt. Sämtliche Gitteroste haben eine Maschenweite von 10 x 30 mm und berücksichtigen die geforderte Rutschklasse R11. Die Last der Gitterrostplattform wird über 4 Stahlstützen auf eine zentrale Stahlbeton-Fundamentplatte abgetragen. Diese Stahlbetonplatte wiederum liegt unter Berücksichtigung sämtlicher Bestandssparten auf Stahlbeton-Einzelfundamenten auf. Der Gitterroststeg liegt im Bereich der gepflasterten Aufenthaltsfläche auf linienförmigen Stahlbeton-Fundamentbalken. Zusätzlich erfolgte in der Trägerebene eine Anbindung mit 4 Winkellaschen mit Langlöchern an das Bestandsgebäude.

Die neue zweiflügelige Aussentür aus Stahlrohrrahmenprofilen mit 2-Scheiben-Isolierverglasung wurde anstelle von 2 Festverglasungen und der entfernten mittigen Stahlbetonfertigteilstütze eingebaut. Ein in die neu geschaffene Fassadenöffnung gestellter Rahmen aus rechteckigem Stahlprofilrohr trägt die Lasten aus dem Massivdeckenstreifen in der Decke über Erdgeschoß ab. Die Teilung und Detailierung der Stahlrohrrahmentür wurde mit dem Denkmalschutz abgestimmt.